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Kirchstr. 7, 26345 Bockhorn
04453-7721
Malerei
Ein Schwerpunkt meiner künstlerischen Arbeit war die Auseinandersetzung mit dem Thema Landschaft. Und ein großes Interesse lag schon seit den frühen Bleistiftzeichnungen auf der Umsetzung von Strukturen. Nach zunächst abbildhaften Darstellungen entwickelten sich zunehmend freiere Umsetzungen hin zu einer Bildsprache, die nur noch Assoziationen von
Landschaftselementen anbot. Die Formfindungen, zum Beispiel die kristalline
Auffächerung einer Felsformation, lösten sich weiter auf und wurden bildbestimmend.
Immer mehr wird das Zeichnen und Malen selbst zum Inhalt der Bilder. Es geht um Licht, Bewegung, Farbdifferenzierung, Kontrast, Streuung und Konzentration. Die aus dem unmittelbaren Malgestus entstehende Kleinstruktur wird zur Bildung von Flächenräumen genutzt.
Unzählige Formelemente, einander ähnlich, aber alle individuell verschieden, verteilen sich auf dem Blatt. Sie schweben vor dem Hintergrund oder verhaken sich miteinander, ergeben ein Geflecht, pulsieren in einem Rhythmus. An anderer Stelle lösen sie sich wieder so weit auf, dass lediglich Spuren wie bei einem mittelalterlichen Palimpsest zurückbleiben. Jede Arbeit hat ihre eigene Formenfamilie und ihre eigene Farbwelt.
Mal geht die Bewegung von einem minimalen Zentrum aus, mal strömt sie über das gesamte Blatt und weist über den Rand hinaus ins Unendliche. Ein Blick wie in den Makrokosmos oder den Mikrokosmos der realen Welt, entsprechend dem ungeheuren Reichtum der evolutionären Formenvielfalt in der Natur. Ein Erforschen von Chaos und Ordnung.
Der Arbeitsprozess wird begleitet und inspiriert von Musik. Ich lasse mich davon bewegen und führen, setze sie um in meine eigene Choreografie der Zeichen auf dem Papier.
